Sonnenschein soweit das Auge reicht, jede Menge Pulverschnee und frische Luft! Herz, was willst du mehr? Der Wettergott hat uns am Wochenende mit reichlich viel Vitamin D beschenkt, deshalb haben Magda, Jakob und ich uns gleich in der Früh auf den Weg gemacht, um den Tag so richtig auszukosten!

 

Mit voller Vorfreude auf den bevorstehenden Tag fuhren wir mit dem Bus von Zug nach Lech zum Rüfiplatz. Danach ging es mit der Rüfikopfbahn hinauf auf 2324 Meter Seehöhe. Überall glitzerte der Schnee, es war kühl und die Vorfreude aller Skifahrer war spürbar. Nach einem kurzen Sicherheitscheck machten wir uns auf den Weg Richtung „Ochsengümple“, zum Anfellplatz. Dort unten angekommen, genossen wir zunächst die angenehme Stille. Weg vom Trubel – als wäre man jetzt in eine andere Welt eingetaucht. Trotzdem zögerten wir nicht lange, und machten uns schnell fertig für den Aufstieg, denn es war eisig kalt. Einige Hundert Meter voraus ging eine Skigruppe, deshalb blieb uns das Spuren an diesem Tag erspart. Die Spur war perfekt angelegt, sodass der Aufstieg sehr angenehm war. Durch eine Schneise ging es immer höher hinauf Richtung Rauhkopfscharte. Immer wieder blieb ich kurz stehen, um die schöne Winterlandschaft um uns herum wahrzunehmen. Keine einzige Wolke war weit und breit zu sehen, nur ein paar Kleinflieger flogen über uns hinweg.

 

Die gemütliche Skitour zur Rauhkopfscharte eignet sich perfekt für geübte Skitourengeher, die sich nicht komplett auspowern möchten. Der Aufstieg dauert ungefähr eine Stunde. Zuerst geht es über eine Flache Ebene, dann geht es weiter durch eine Schneise hinauf und erst am Schluss wird es steiler. Spitzkehren sollte man bereits im Flachen geübt haben, damit auch das letzte Stück, bevor man die Rauhkopfscharte erreicht, problemlos bewältigt werden kann.

Aufstieg zur Rauhkopfscharte

Bei den letzten Metern blitzte die Sonne durch und die Vorfreude auf die bevorstehende Skiabfahrt stieg mit jedem Schritt. Jakob war der erste, der oben ankam und schon nach wenigen Minuten erreichten auch wir das Ziel. Nun war es Zeit für ein paar Fotos. Schon nach wenigen Minuten machten wir uns weiter in Richtung „Eisenscharte“. Diese befindet sich etwa hundert Meter weiter westlich vom Sattel. Die Gruppe vor uns entschied sich für die Abfahrt hinunter Richtung Krabachtal, damit sie anschließend über die Stuttgarter Hütte hinunter nach Zürs gelangten. Unsere Route führte über die Eisenscharte direkt hinunter Richtung Zürs. Nachdem wir die Felle wieder eingepackt hatten, machten wir uns auf den Weg hinunter.

 

Ganz oben war der Schnee etwas vom Wind verfrachtet, deshalb fuhren wir in größeren Abständen los. Schon nach wenigen Metern öffnete sich der Kessel und der Schnee wurde immer pulvriger. Schwung für Schwung wedelten wir mit einem riesen Lächeln im Gesicht über die Hänge. Nach einem kurzen Stopp, um die Abfahrt Revue passieren zu lassen, fuhren wir durch’s Pazüeltal hinaus Richtung Zürs. Wir waren natürlich froh, dass der Tag so reibungslos verlaufen ist. Zurück auf der Skipiste ging es dann Richtung Madloch. Es war einiges los auf den Pisten rund um Lech und Zürs. Wir hatten alle schon einen ordentlichen Hunger und konnten es kaum erwarten, bis wir endlich auf der Balmalpe ankamen. Dort oben unseren Skitag ausklingen zu lassen, war wie immer wunderschön, denn neben der leckeren Hüttenpizza, die wir uns auf knapp 2000 Metern gegönnt haben, konnten wir das einzigartige Bergpanorama rundum Lech Zürs so richtig genießen!

Von der Eisenscharte hinunter ins Pazüeltal

Höchster Punkt: Rauhkopfscharte 2415m | Dauer Aufstieg: ca. 1 Stunde |  keine Einkehrmöglichkeit | gute Ausrüstung & gutes Fahrkönnen

Bilder: Magdalena & Victoria | Text: Victoria