Biomasse Heizwerk Zug

Sie haben vielleicht schon einmal einen Spaziergang mit Ihren Liebsten durch das verschneite Örtchen Zug gemacht. Dann wissen Sie wahrscheinlich wie tief die Temperaturen bei uns hier im Winter sinken können und wie stürmisch so manch ein Tag hier sein kann. Kalte Fingerspitzen, rote Wangen, weiß angezuckerte Wimpern und der Hauch vom eigenen Atem sind der Grund, weshalb man so gerne durch die Eingangstür der Roten Wand hinein ins Kaminzimmer kommt. Die gemütliche und so wunderbar warme Atmosphäre im Hotel laden zum Wohlfühlen ein. Vor allem, wenn man weiß, woher diese angenehme Wärme stammt! Nämlich von unserem Heizwerk in Zug.

16. Oktober 2019

Es herbstlt. Überall blitzen die bunten Laubbäume zwischen den dunkelgrünen Fichten heraus. Der Schnee glänzt hoch oben auf den Berggipfeln. Bald ist es wieder soweit. Der Winter steht vor der Tür. Nicht weit weg entfernt vom Hotel befindet sich das Heizwerk. Obwohl das Objekt aus naturbelassenem Holz zur wirtschaftlichen Nutzung dient, fügt es sich perfekt in die Landschaft ein, sodass der dörfliche Charakter und die natürliche Harmonie der Ortschaft Zug erhalten bleiben.

 

Architekt: Hermann Kaufmann
Bild: Magdalena Walch

 

Je weiter man sich dem Heizwerk nähert, desto intensiver ist der frische und kräftige Geruch des Holzes, das kunstvoll aufgestapelt neben dem Gebäude platziert ist. Und gleich auf der anderen Seite, eingebettet in der offenen Lagerhalle, vier riesengroße Haufen voll mit Hackschnitzel, von denen eines etwa so groß wie eine Streichholzschachtel ist. Nun können Sie sich vorstellen, wie viel Arbeit hier dahinter steckt. Die Verlockung dort hineinzuspringen ist groß, so sauber und ordentlich wird das wertvolle Material hier deponiert. Einmal pro Jahr im Herbst, bevor der Wintertrubel beginnt, wird das Holz geliefert. Obwohl hier an diesem Platz drei Monate so gut wie keine Sonne scheint und es einer der kältesten Plätze in ganz Zug ist, lässt sich mit dem Material ausgesprochen gut arbeiten. „Etwas Feuchtigkeit ist sogar gut, weil sie ein guter Wärmetransporteur ist“, erklärt uns Franz-Josef, der Geschäftsführer vom Heizwerk Zug.

Franz-Josef und seine zwei Arbeitskollegen Daniel und Peter sorgen Tag für Tag dafür ganz Lech und Zug mit der Fernwärme zu versorgen und sind stets zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Brennen sollte es, wie so überall, ja nicht! Das Zuger Heizwerk ist unbemannt und wird vom Heizwerk Lech mitbetreut. Dreimal pro Woche kontrolliert Franz-Josef, ob „alles passt“. Neben der Kontrollaufgabe übernimmt er gemeinsam mit seinen beiden Kollegen noch sämtliche andere Funktionen. Sie machen nämlich alles selbst – von der Abrechnung, über den Materialeinkauf bis hin zur Wartung. Im Heizwerk ist es ziemlich laut und die Wärme, die die beiden Kessel abgeben, ist deutlich spürbar. Der kleinere Kessel mit 550 Kilowatt ist ausreichend für die Sommermonate, der größere Kessel mit 1100 Kilowatt wird dann in den Wintermonaten benötigt.

 

Franz-Josef Schmutzer, Geschäftsführer
Bild: Magdalena Walch

 

Daten & Fakten. Heizwerk Zug

„Pfüat di, Öltank“ lautete das Motto in Zug als im Mai 2007 der Spatenstich erfolgte. Alle Öltanks wurden aus den Häusern schlicht und einfach „rausgeworfen“ und ordnungsgemäß entsorgt. Bereits im Oktober wurden dann erstmals alle Haushalte unter anderem die Rote Wand mit der Fernwärme versorgt. Insgesamt wurden 3,5 Millionen € in das Projekt investiert. 1/3 des Betrags hat die Zuger Bevölkerung, die Gemeinde, sowie das Heizwerk Lech bereitgestellt. 1/3 wurde vom Land Vorarlberg gefördert und der restliche Betrag wurde über die Bank finanziert. Ein so großartiges Projekt, umgesetzt in einem so kleinen Ort! Ab sofort gehörten unangenehme Gerüche und aufwendige Wartungen der Vergangenheit an. Stattdessen hatte nun jeder einzelne Haushalt in Zug deutlich mehr Platz und das alles dank unserem umweltfreundlichen Biomasseheizwerk in Zug.

 

5000

Schüttraummeter Hackschnitzel werden jährlich verbrannt

 

100%

regionales Sägerestholz in einem Umkreis von 100 Kilometern

 

3.800.000

Kilowatt werden jährlich verkauft

 

500.000

Liter Öl werden jährlich eingespart

 

200

Tonnen CO2 spart sich die Rote Wand durch die Fernwärme pro Jahr

 

1/3

der gesamten Biomasse nimmt die Rote Wand in Anspruch. Sie ist der größte Abnehmer in Zug und somit der wichtigste Kunde.

 

#Fazit

Der Winter 19/20 kann kommen!
Wir, das Rote Wand Gourmet Hotel, sind stolz auf unseren Partner, weil wir gemeinsam mit dem Heizwerk Zug unseren ökologischen Fußabdruck ein kleines Stück reduzieren können!

 

 

Victoria Schneider

Rote Wand Marketing