Jedes Schulkind aus der Region kennt ihn.

Die kulturgeschichtliche Erzählung über den Lawinen – Franz Josef ist in den Köpfen der Menschen rundum den Arlberg stark verankert. Ein Grund dafür könnte sein, dass wir und unsere Vorfahren, die hier am Arlberg aufgewachsen sind, uns über die Schattenseiten des weißen Goldes bewusst sind. Früher, als Lech und Zürs noch bescheidene Bergbauerdörfer waren, wurden die schneereichen Wintermonate als äußerst mühsam und gefährlich angesehen. In dem Buch „Der Lawinen – Franz Josef“ handelt es sich um eine wahre, mehr als 100 Jahre alte Geschichte, die bis heute noch in aller Munde ist. Sie ist ein Teil der Walser Identität.

Einblick.

Franz Josef Mathies, war für die tägliche Lieferung der Waren und Sendungen von Langen in die Orte Warth, Schröcken und Lech verantwortlich. Es geschah kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember 1886. Es war ein besonders stürmischer Tag, als er sich dafür entschied noch rechtzeitig vor den Feiertagen Mehl nach Lech zu transportieren. Uns so passierte es, dass Franz Josef von einer massiven Lawine mitgerissen wurde. Unglaubliche dreißig Stunden harrte er in den Schneemassen, bis er von der Stubner Rettungsmannschaft ausgegraben wurde und wie ein Wunder überlebte.

In der Neuauflage von Markus Fetz werden die Originaltexte von 1914 verwendet. Erweitert wurde das Buch mit 28 Illustrationen. Der talentierte Graphiker aus Lech arbeitete ausschließlich mit alten Bildern, Zeichnungen und Landkarten, welche ihm vom Gemeindearchiv Lech zur Verfügung gestellt wurden. Die Lektüre zeichnet die korrekte Darstellung der Erzählung aus, wodurch Leser und Leserinnen dazu eingeladen werden, den Arlberg einmal von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen.

Das Buch ist bei uns an der Rezeption erhältlich!