Bergtour zum Butzensee

Ganz nach dem Motto „Wenn ich den See seh, brauch‘ ich kein Meer mehr“ marschierten wir am vergangenen Wochenende Richtung Göppinger Hütte, um  von dort aus über den Theodor-Praßler-Weg zum blitzblauen Hochgebirgssee, dem Butzensee (2.145 m), zu gelangen.

Übers Älpele zur Göppinger Hütte

Am wahrscheinlich heißesten Tag des Jahres schnappten wir unsere Badesachen, schlüpften in unsere Wanderschuhe und starteten übers Älpele (1.562m) in Zug hinauf Richtung Göppinger Hütte.

Zuerst verläuft der Güterweg durch eine dicht bewaldete Gegend bergwärts zum Oberen Älpele. Von dort geht es über den markierten Wanderweg hinauf zum Laubegg. Die Anhöhe bietet den perfekten Blick hinunter ins  Zugertal und lädt zur ersten Trinkpause ein. Über moderates Gelände geht es immer weiter hinauf, bis man nach etwa zwei Stunden zur Göppinger Hütte gelangt.

Die Göppinger Hütte

Auf dem Gamsboden, einem einzigartigen Hochplateau zwischen dem oberen Lechtal und dem Großen Walsertal, liegt sie majestätisch auf 2.245 m Höhe – weit weg von allem. Die Hütte ist über keinen Fahrweg erreichbar. Frische Zutaten für Essen und Gebrauchswaren kommen über eine 2,5 Kilometer lange Materialseilbahn an, die bis zu hundert Meter über dem Boden schwebt und bis zu 250 Kilogramm tragen kann. Hier oben gibt es weder eine Leitung für Wasser, noch für Strom oder Telefon. Elektrizität wird aus Solarzellen gewonnen und in Batterien gespeist.

Die Göppinger Hütte ist ein guter Ausgangspunkt für Tageswanderungen aller Art und eignet sich für weniger trittsichere Wanderer, für Familien, Bergfreunde gehobenen Alters und für erfahrene Bergsteiger oder Kletterer.

Über den Theodor-Praßler-Höhenweg zum Butzensee

Wer das Bergpanorama entlang der sonnenverwöhnten Südhänge der Braunarlspitze und ihrer Nachbarn genauer unter die Lupe nehmen möchte, sollte viel Zeit einplanen. Denn ein, zwei, drei, vier, fünf,……..Bergspitzen ragen weit über 2000m in den Himmel. Von der Göppinger Hütte bis zum Sattel der Butzenspitze sind mit gut eineinhalb Stunden reiner Gehzeit zu rechnen. Angekommen am Sattel erblickten wir schon von weitem in einer Sattelmulde am Fuße der Mohnenfluh unser Ziel, den Butzensee. Die Bezeichnung “Butzen” bezieht sich auf die vielen kleinen Quellen, die in diesem Gebiet entspringen.

Vier Stunden waren wir bereits unterwegs. Die Vorfreude auf den bevorstehenden Sprung ins eiskalte Wasser wurde mit jedem Schritt größer. Vom Sattel bis zum Gebirgssee hinunter sind es ungefähr noch dreißig Minuten.

Der Sprung ins eiskalte Wasser

Unten angekommen suchten wir uns zunächst ein windstilles Plätzchen, wo wir unsere Jause genossen. Dann schlüpften wir in unsere Badesachen und sprangen auf eins, zwei, drei … und los in den blitzblauen und eiskalten Gebirgssee! Pure Erfrischung auf über 2000 m – herrlich!

Noch ein paar Stunden verweilten wir am See, bevor es dann über den Steinmähder talwärts und durchs Zugertobel zurück nach Zug ging. Für die Bergtour sollte man 4 bis 6 Stunden Gehzeit einplanen. Die anspruchsvolle Wanderung erfordert Kondition und Trittsicherheit.

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