Sonntage wie diese…

 

Das Wochenende rückte mit großen Schritten näher und wieder einmal hieß es „Sonnenschein soweit das Auge reicht“. Nun war für uns natürlich eines klar! Raus an die frische Luft, der Arlberger Winterklettersteig ruft!

So machten wir uns gleich in der Früh auf den Weg Richtung St. Anton. Mit der Liftverbindung landeten wir im Nullkommanichts am anderen Ende des Arlbergs. Dann ging es Richtung Rendl und schließlich mit der Riffelbahn II zum Einstieg des Klettersteigs, der sich auf einer Höhe von 2.650 Metern befindet. Dort zogen wir unser Klettersteigset an, schnallten uns die Ski auf den Rucksack und überprüften zuletzt nochmal alles. Dann ging es los. Die Karabiner hingen wir in das Stahlseil ein.

Gleich zu Beginn des Klettersteigs ging es ziemlich steil bergauf. Und man merkte sofort, dass für die Begehung sowohl Kraft als auch Kondition und Erfahrung gefragt ist. Nach den ersten Metern in der Senkrechten, gelangten wir auch schon auf den ersten Grat. Die Sonne lachte uns ins Gesicht und wir freuten uns auf die weiteren Meter des Arlberger Winterklettersteigs. Von einer wunderschönen Berglandschaft umgeben, ging es über weitere Grate, Mulden und Erhebungen. Die Aussicht Richtung Verwallgruppe und Lechtaler Alpen war einfach traumhaft. Das befreiende Gefühl wurde mit jedem Schritt größer und immer wieder blieben wir kurz stehen, um das Rundherum wahrzunehmen.

Vor uns machten sich schon ein paar Tourengeher auf den Weg. Und wir folgten ihnen entlang des Riffelgrates, der teilweise bergauf aber auch immer wieder bergab führte, zum höchsten Punkt des Klettersteigs, der vorderen Rendlspitze auf 2.816 Meter Höhe. Nun war auch schon der Ausstieg und somit unser Ziel, die Rossfallscharte auf 2.732 Metern zu sehen. Ein letztes Mal ging es auf einem relativ schmalen Grat, von der Spitze nochmals bergab, bevor wir schließlich, nach einem kurzen Anstieg, die Rossfallscharte erreichten. Oben angekommen, war es natürlich an der Zeit den schönen Moment mit unserer Kamera festzuhalten. Die Klettersteigausrüstung packten wir wieder in unseren Rucksack. Über 2.800 Meter darf eines nie fehlen – eine Jausenbox voll mit leckerem Essen!

Wir tankten noch einmal die letzten Sonnenstrahlen, bevor wir durch das Malfontal nach Pettneu abfuhren. In Pettneu ging es dann mit dem Skibus wieder zurück nach St. Anton und von dort aus wieder retour Richtung Zürs. Natürlich über die neue Schindlergratbahn, die seit der Wintersaison 2019/20 eine hochmoderne 10er-Gondel ist. Angekommen in Lech blickten wir mit einem großen Lächeln im Gesicht zurück auf den wunderschönen Tag. Ausgepowert, aber vollkommen zufrieden fuhren wir dann nach Hause.

 

Touren- und Kletterausrüstung sowie sehr gutes Skikönnen erforderlich | Berg- und Skiführer empfohlen

 

 

Victoria Schneider

Rote Wand Marketing